"Eine ziemlich amtliche Ladung Vinyl hat uns vom
jungen Label LECHUZA Records aus FFM/Bonn erreicht. Den Anfang der
Befassung mit diesem Material machen die Protagonauts, und die machen
schon direkt einen richtig guten Eindruck.
Nach einem Demo und einer Split mit den unfassbar
guten DeadFleshFashion präsentieren die Herren nun ihre erste eigene
10“ – der, wie den anderen Releases des Labels eine CD oder ein DL-Code
beiliegt. Gespielt wird relativ chaotischer, lärmender, hektischer
Hardcore, der der eben genannten Band nicht ganz unähnlich ist, aber
weniger brachial, dafür hektischer und hier und da detaillierter zu
Sache geht. Es wird natürlich unaufhörlich geschrien, weil das dazu
gehört, und man hier mal wieder merkt, warum es auch dazu gehören muss.
Hier und da gibts tolle Melodien in all dem Durcheinander – wobei,
Durcheinander? Jo, das ist dynamisch und abwechselungsreich, aber den
Faden verlieren weder Musiker noch Zuhörer, und das ist ja auch immer
wichtig bei diesem vielleicht doch manchmal anstrengenden Sound. Der
Screamo vom Anfang des Jahrtausends ist da dann doch wieder präsent,
und trotzdem wirkt die Platte modern und zeitgemäss. Zudem stimmt nicht
nur das Level der Energie, sondern auch die Agressionen. „Status
Stasis“ z.B. rockt nicht nur ungemein, sondern keift einem auch
ordentlich um die Ohren. Wütend, irgendwie, und dann auch noch mit
Piano-Outro – hier traut man sich also was.
5 Songs sind nicht allzu ertragreich, aber dennoch
ein toller Einstand für Band und Label auf diesen Seiten, was sich auch
im Artwork und der Tatsache, dass die echten Vinyls zur Bemusterung
geschickt wurden, wiederspiegelt. Ergo: Weiter so!"
(*poisonfree.com)
"Coming Up For Air ließen mich mit offenem Mund
völlig sprachlos nach ihrer Show in Köln im Raum stehen. Ihr Gig mit
Mikrokosmos 23 hatte Spuren hinterlassen. Ärgerlich, dass ich damals
ohne eine Platte der Kölner nach Hause fahren musste. Die recht jungen
Musiker hatten eine unbändige Energie und flippten völlig aus. Ob es
möglich ist den gespielten Chaos Core ähnlich eindrucksvoll auf Vinyl
zu bannen? Umso mehr freute ich mich als mir die Tage via
Lechuza Records ihre endlich veröffentlichte –
Protagonauts – 10 inch ins Haus flatterte. Und siehe da, Coming Up For Air begeistern ebenso in konservierter Form….
- Protagonauts – ist eine Erlebnis-Reise, vom Punk zum Hardcore hin
zum Screamo und zurück. Hecktisch – ungestüm und dezent chaotisch sind
auf der 10inch stetig neue Elemente auszumachen. Die enthaltenden fünf
Tracks haben zwar nur eine Spielzeit von 13:50, erfüllen den Zuhörer
dennoch zum Ausklang der Platte. Diesen Soundtrack muss man erst einmal
verarbeiten. CUFA..s kritische Lyriks passen ins Konzept. Mauern
einreißen, auf Berge steigen, um sich dann kopfüber von der Klippe ins
aufgewühlte, undurchsichtige Meer zu stürzen. Die Jungs beherrschen
Jazz sowie Brutalocore bis in die Spitzen und bauen alle Elemente
beherzt ein, wie es gerade beliebt. Chaos als Konzept, destruktive
Ausdrucksform als Spiegel unserer Gesellschaft zu verstehen? Ein
kläglicher Versuch von mir die entstandenen Emotionen in Worte zu
fassen …
Die 10inch steckt im schmucken Siebdruckcover und ist auf 250 Stück limitiert.
Das Textsheet ist auf Pergament gedruckt und anbei gibt es einen
Download Code für eine gratis Mp3 Version von Coming Up For Airs –
Protagonauts -"
(www.durchdeswelt.com)
"Who
the fuck is COMING UP FOR AIR? Wird sich wohl der ein oder andere
fragen. COMING UP FOR AIR sind ein paar wilde Jungs aus Köln / Bonn,
die auf ihrer neuen 10” Scheibe mächtig die Sau raus lassen. Bislang
haben COMING UP
FOR AIR eine D.I.Y. Demo und eine Split CD mit DEAD FLESH FASHION
veröffentlicht.
Wie bereits die beiden letzten Releases auf
Lechuza Records glänzt auch die COMING UP FOR AIR Platte “PROTAGONAUTS”
von Beginn an durch das schöne Siebdruck Artwork und den schlichten,
aber stylischen Textzettel. Was einen gestalterisch geboten wird, geht
auch bei der Musik weiter. Die Jungs bieten uns 5x Kunst für die
Lauscher und das mit hektischem geballerten Frickel-Screamo /
Posthardcore / Noise / Chaos, der mit ein paar kleinen aber feinen
elektronischen Spielereien, die sich in den Gehörgängen festkrallen,
wenn man sich auf den Sound von COMING UP FOR AIR einlässt. Das ganze
wird mit einer unglaublichen Energie und Leidenschaft aus den Boxen
gefeuert, dass man seine wahre Freude an den Songs hat.
Die 10” ist handnumeriert und auf eine kleine Auflage von 250 Stück begrenzt.
Für einen hektischen, aber mitreißenden Krachangriff , gibt es 4,5/6 Punkte."
(www.listen-to-it.de)
"Wie mag es sich bloß anhören, wenn Chaos zum Konzept wird? Die Antwort
darauf geben COMING UP FOR AIR aus dem Raum Köln/Bonn. Junge und vor
allem talentierte Musiker haben sich hier zusammen getan, um dem
Screamo der alten Schule zu frönen und schaffen das teilweise auf
beeindruckende Weise. Mit einer DIY-Demo und der Split mit DEAD FLESH
FASHION hat man in der letzten Zeit auf sich aufmerksam gemacht und nun
liegt mit „Protagonauts“ neues Material in Form einer 10inch EP vor.
Fünf Songs beinhaltet das gestalterisch sehr schön aufgemachte Paket,
die immer wieder zwischen Jazz und chaotischem Screamo hin und her
pendeln. Zeigte man sich auf den vorherigen Outputs wenig eingängig, so
scheint es, als hätte man sich fürs Erste etwas mehr darauf
konzentriert, dass auch etwas hängen bleibt, nachdem man die Platte zum
ersten Mal durch gehört hat. Besonders der Opener „We Don..t Go“ lässt
das vermuten. Sicherlich, es wird immer noch auf die Instrumente
eingeprügelt, was das Zeug hält und eine wirkliche Struktur scheint das
ganzer immer noch nicht zu haben. Dennoch gibt es einige Fetzen, die
ihren Weg durch den Gehörgang ins Hirn finden und da auch für einige
Zeit bleiben. Die weiteren Tracks, im Besonderen der Rausschmeißer „The
Art Of Accepting“ machen die eingangs geschürte Hoffnung auf
Eingängigkeit aber relativ schnell zunichte. Immer mehr Stile werden
miteinander verbunden, so dass es teilweise fast schwer fällt, dem
Ganzen zu folgen. Schlechte Arbeit liefern COMING UP FOR AIR aber
dennoch nicht ab, denn wenn sie eins können, dann ist es ihre
Instrumente zu bedienen und sie wissen, ihre Hörer damit zu
unterhalten. Das sticht besonders in der Gitarrenarbeit hervor. In all
der Verkopftheit finden sich immer wieder einige melodische Parts
wieder, wie man sie beispielsweise beim Titeltrack „Protagonauts“
findet. Hier befinden sich dann auch die eben erwähnten Jazz-Elemente
wieder, die, genau wie die eingestreuten Melodien, zum einen für
Auflockerung und zum anderen dann doch wieder für Verwirrung sorgen.
Trotzdem die Spielzeit nur eine knappe Viertelstunde umfasst, wird
einem hier recht viel geboten und Fans des Chaotischen kommen gänzlich
auf ihre Kosten, auch wenn es manchmal einfach zu viel des Guten ist.
Alles in allem liegt hier aber erneut ein recht ordentlicher Output aus
dem Hause CUFA vor und man darf gespannt sein, was einen da so noch
erwartet. Gesagt werden muss vor allen Dingen, dass die Band eine mehr
als intensive Live-Qualität besitzt, mit der sie ihren Sound auf Platte
noch einmal gehörig in den Schatten stellt. Wer also die Chance hat,
die Jungs mal auf der Bühne zu erleben, sollte diese unbedingt nutzen.
Für „Protagonauts“ gibt es nach diversem Durchhören und dem Versuch, zu
verstehen, was einem hier gesagt werden möchte, erst einmal sechs
Punkte, diese jedoch mit einer Tendenz nach oben. COMING UP FOR AIR
sind sicherlich eine Hoffnung für den deutschen Screamo und wer auf
altes Zeug von HOT CROSS oder ähnlichen Bands steht, sollte hier
definitiv einmal einen Hörversuch wagen. Schaden kann es nicht und
falsch macht man damit sicherlich auch nichts!
Noch etwas zum Schluss: Die Platte ist handnummeriert und bislang
limitiert auf 250 Stück. Wer also eines der Exemplare ergattern möchte,
sollte sich recht schnell darum kümmern."