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Null Punkt Kelvin - Reviews

"Im schicken 10inch-Format (CD oder MP3 liefert die Band auf Wunsch mit) kommt das Debüt der Kölner Null Punkt Kelvin daher. Dazu ist es auch noch ansprechend in einem Klappcover verpackt. Wo die äußeren Werte schon so viel Eindruck machen, ist umso interessanter, was die inneren Werte denn nun hergeben. Insgesamt sechs Songs zwischen Screamo und Punkrock mit deutschen persönlichen bis kritischen Texten finden sich auf der blauen Scheibe. In den lauten Momenten erinnert das an eine Mischung aus Jet Black und Yage. Doch Null Punkt Kelvin scheuen sich nicht, öfter mal etwas zurückzuschalten, dafür melodischer zu werden - das klingt dann häufiger nach Matula. Auch der Gesang schlägt in diese Kerbe: Hier arbeiten zwei Sänger mit- und manchmal auch im positiven Sinne gegeneinander. Da wird dann in den cleanen Gesang auf einmal voller Wut hineingeschrien und beide Sänger machen zusammen weiter. Die Songs fallen dabei höchst abwechslungsreich aus. Der Opener "Totschlagargument" verknüpft nachdenkliche Parts mit lauten Gitarren und wildem Geschrei, während direkt der zweite Song "Die Anderen" eher den Punkrock-Einfluss in den Vordergrund stellt. Mit einer echten Hymne namens "Alpina Weiß vs. Zufall" klingt das Debüt dann aus - Zeit, die Platte umzudrehen und wieder von vorne zu beginnen!
Julius Stiebert 8/10"
(www.wasteofmind.de)

"Vom Cover der Teninch entbietet uns uri Yuri Gagarin einen nostalgischen Gruß. Gehüllt in seinen Raumanzug mit CCCP-Schrift auf dem Helm. Klanglich hört man sphärische Gitarren, die dann aber später richtig losrocken und nicht selten mehr an Hardcore und Punkrock erinnern, als an KETTCAR oder TOMTE, wie man vielleicht angesichts des deutschen Gesangs hätte vermuten können. Selbst für TURBOSTAAT- und MUFF POTTER-Vergleiche sind mir NULL PUNKT KELVIN zu Schade, denn das Oldenburger Trio spielt sich stark an den Riffs orientiert durch seine sechs Songs. Schon der Opener "Totschlagargument" hat, was die Harmonien angeht, eine leichte Schräglage, überzeugt aber gerade durch den Kontrast zwischen den Disharmonien, den Screamo-Backups und dem charismatischen Gesang von Felix und Tobi, die sich den Job teilen und auch gerne mal Bass und Gitarre austauschen. Die Aufmachung der Platte überzeugt ebenfalls und ist an ein Gatefold angelehnt, lässt sich also aufklappen und enthält auch alle Texte. Die stärksten Momente auf der Scheibe sind sicherlich "Totschlagargument" und "Die Anderen", aber auch die Flipside kann mit "Alpinaweiß vs. Zufall" nochmal punkten. Doch, NULL PUNKT KELVIN hinterlassen einen bleibenden Eindruck und machen ihr eigenes Ding, kann man nur weiterempfehlen." (22:44) (7,5/10) Thomas Eberhardt

 

(With Love the Underground / www.wltu-music.de
 
"Ach du Scheiße, dass ist ja wohl eine der am liebevollsten gestalteten Platten, die ich jemals in den Händen gehalten habe: Tiefblaues Vinyl im 10"-Format, eingepackt in einer handgefertigten, aufklappbaren Hülle aus schwarzem Karton mit schickem Siebdruck und einem manuell eingeklebten Bandfoto in der Innenseite. Wow!!!! Und die Begeisterung steigert sich sogar noch beim ersten Hördurchgang: Denn was NULL PUNKT KELVIN hier abliefern ist deutschsprachiger (Post-)Punk der Extraklasse! Dass die Kölner nicht gerade großen Wert auf eine einfache Verdaubarkeit ihrer Musik legen, wird bei den 6 Stücken schnell deutlich. Vertrackte Schlagzeugparts und hektische Gitarrenmelodien finden sich hier ebenso wie ein paar Screamo-Einlagen, doch zugleich finden die Lieder immer wieder den Weg zurück in ruhigeres, melodisches Fahrwasser. NULL PUNKT KELVIN schaffen es auf ihrem Debüt, irgendwo zwischen der Intensität von ESCAPADO, der Gefühlswelt von TAGTRAUM und der emotionalen Poppigkeit von MATULA ihren eigenen Sound zu kreieren. Diese Platte ist mein persönlicher Tipp des Monats, und Dank der mitgelieferten CD mit MP3-Versionen sind die Songs auch bequem unterwegs genießbar." 8/10 Punkte
(www.blueprint-fanzine.de)

"Hinter NULL PUNKT KELVIN stecken 3 Burschen aus Köln, die gerne mit ihren Instrumenten und Stimmen herum experimentieren und dabei richtig gute Musik erzeugen.
Auf der sehr liebevoll und schön gestalteten Self-Titeled Debut 10”, die via dem neu gegründeten Lechuza Records auf blauem Vinyl veröffentlicht wird, befinden sich 6 kleine Perlen, die einen über 22 Minuten auf einen anderen Planeten schießen. NULL PUNKT KELVIN mixen gekonnt Postcore, Punkrock und emotionalen New School Hardcore zu einem rockigen Bastard, der einen ordentlich durchschüttelt und zu keinem Zeitpunkt unberührt lässt. Gerade der deutsche zweistimmige Gesang, der sich immer wieder überschneidet und das Wechselspiel aus laut und leise zeichnet den Sound von NULL PUNKT KELVIN aus. Langeweile sucht man vergeblich, wenn man sich dazu entschlossen hat, die blaue Scheibe aufzulegen und sie fröhlich kreiseln zu lassen. Durch den rauhen und keineswegs klinischen Sound, der der Platte im Tonmeisterei Studio in Oldenburg verpasst wurde, leben die Songs richtig auf und können sich sympathisch entfalten.
Laut der NULL PUNKT KELVIN Website wird es dieses Jahr keine Shows mehr geben, aber man kann ja einfach aufs nächste Jahr hoffen und vielleicht überraschen uns die Jungs dann auch noch mit einem kompletten Album, das nahtlos an dieses mehr als gelungene und zeitlos schöne Debut anknüpft.
Für ein Werk, das voller Leidenschaft steckt und einen auch noch in 10 Jahren begeistern kann, gibt es 5/6 Punkte."
(www.listen-to-it.de)
 
"Der zweite Streich aus dem Hause Lechuza Records hört auf den Namen Null Punkt Kelvin.
Das Trio kommt aus Köln und lässt namentlich auf einen bösen zu Kälte erstarten Sound schließen. Dem ist allerdings nicht so. Sechs spannende Post Emo Punk Songs beinhaltet die auf nur 222 Stück limitierte, selbstbetitelte 10inch. Das Artwork wurde in einem aufwändigen Siebdruckverfahren realisiert. Im Klappcover, das Texte und ein eingeklebtes Foto beinhaltet, steckt blaues Vinyl. Für den Mp3 Player gibt es viva CDR die komplette Platte zusätzlich in digitale Form. Value for Money will ich bei einem Verkaufspreis von nur 9 Euro meinen…..
Doch nun zur Musik von Null Punk Kelvin. Nach dem ersten Durchlauf fiel mir eine dezent jedoch bedachte hektische Herangehensweise auf, welche besonders in der Schlagzeugarbeit für reichlich Abwechslung sorgt. Auch die Gitarre übt sich in stetig wechselnden Melodiebögen, den Anschein erweckend, dass hier nicht nur textlich einiges zum Ausdruck gebracht werden soll. Die Emocore verwandte Laut Leise Dynamik fließt dank der mehrstimmigen Gesänge nahtlos über und reicht in alle Facetten. Oberflächlich klingt das ganze als wenn Captain Planet mit Matula verschwägert heimlich Yage hören würde. Allerdings sind NPK stetig bedacht nicht zu glatt zu klingen auch wenn die cleanen Gesangspassagen für etwas Ruhe in den wütenden Momenten sorgen.
…[ zitiere „Totschlagargument“...
Auch wenn es sich anfühlen mag wie Rückenwind. Der Wind in Deinen Segeln ist nur der Strom in dem Du schwimmst...]

Ihre Texte reichen Lyrisch von Gedichten mit kritischen, emotionalen Untertönen bis hin zu frei interpretierbaren Kurzgeschichten.
Bemerkenswert finde ich zu welch einem „Krach“ hier nur drei Musiker im Stande sind und erdenkliche Soundlücken zu schließen wissen. Die Tonmeisterei in Oldenburg hat dem ganzen dann noch den passenden Feinschliff verpasst. Somit lässt dieses aufwändige Release am Ende keine Fragen offen…"
(www.durchdeswelt.de)

"Mit Null Punkt Kelvin aus Köln/Bonn gibts dann gleich die nächste Ladung von Lechuza Records. Rockiger, alternativer Screamo mit deutschen Texten und einer guten Hand für Melodien. In Screamo steckt Emo, und der ist hier sehr präsent. 2 Sänger singen und schreien, meist übereinander wie in einer Karambolage, und das kommt gut. Angenehm auch die Komplexität und Dynamik in der Ausgestaltung der Songs. Allein in „die anderen“ purzeln so viele nette Rhythmen und Ideen übereinander, und das alles in so einer angenehm krachigen Atmosphäre, dass das Zuhören eine Wonne ist. Diese Eklektik im Songwriting, und diese Rastlosigkeit reissen so die ein oder andere zu getragene Passage heraus. Ein eher rockiger, noisiger Song wie „nicht versinken, bitte!“, der auch angenehm heavy rockt mag wie ein Kontrast klingen, passt aber toll ins Bild.

Überhaupt: Die Band gibts erst seit 2008, und da ist solche ein Release schon irgendwie besonders bemerkenswert. Über den gesamten Verlauf der Platte ist mir das ganze dann aber doch ein bisschen zu quängelig, auch vom Gesang her, und v.a. wenn mir die Protagonauts heute Nachmittag noch so ordentlich den Hintern getreten haben – aber das ist eher persönliche Preferenz. Die Qualität der Band erkenne ich dennoch an, und das tolle Artwork unterstreicht diese. Gut!"

(*poisonfree.com)


"Ein mit viel Liebe gestaltetes Vinylrelease, wieder aus dem Hause Lechuza Records, legen NULLPUNKTKELVIN vor. Und siehe da, was die Verpackung verspricht, kann die Musik halten. Die durchweg deutschen Texte gehen in der räudigen, dennoch erfreulich rockenden Produktion zwar zuweilen etwas unter, doch transportiert bereits deren Intonation allein das nötige Pensum Energie. Der Blick ins Booklet ist quasi Luxus. Aus dem Soundschmutz des Post-Core-Genres sowie dessen Attitüde wird mit grober Masche kunstvoll gesponnen, sich mitunter sogar die Zeit zum Ausbreiten des Soundteppichs genommen ("Nicht Versinken, Bitte!"). Das Spannende dabei ist, dass die Unordnung, die NULLPUNKTKELVIN (hoffentlich) bewusst zulassen, den Song immer auf interessante Weise in den Stand hebt und Langeweile erst gar nicht aufkommt. Von den Livequalitäten der jungen Herrschaften konnte man sich übrigens bei der letzten STAY GOLD PARTY im Underground in Köln überzeugen. Energiegeladen und sympathisch wurden die auf dieses blaue 10" Vinyl gepressten Songs vor begeistertem Publikum präsentiert. Auf allen ebenen eine runde Sache."

(www.allschools.de)


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